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Glossar

ADHS: Aufmerksamkeits-Defizit-Hyperaktivitäts-Syndrom. Wird bislang mit einem genetischen Defekt beim Stoffwechsel der Botenstoffe im Gehirn erklärt, vermutlich haben aber auch Stoffwechselstörungen und verzögerte Nahrungsmittelallergien einen Einfluss.

Allergie: Eine Abwehrreaktion des Immunsystems gegen fremde, normalerweise harmlose Stoffe, die Entzündungsreaktionen auslösen. Man unterscheidet Sofort-Allergien (Typ I), die in Sekunden bis Minuten auftreten, und verzögerte Allergien (Typ III), die sich erst Stunden bis Tage nach der Aufnahme des Fremdstoffs (z.B. Nahrungsmittel) bemerkbar machen.

Allergie Typ I: Allergie vom  Sofort-Typ; wird durch IgE vermittelt

Allergie Typ III: Allergie vom verzögerten Typ; wird durch IgG vermittelt

Antikörper: Abwehrstoff im Blutserum, Immunglobulin

Atopische Dermatitis: Neurodermitis

Fruktose-Malabsorption: Fruchtzucker-Unverträglichkeit durch eine erbliche Störung des Fruchtzuckerstoffwechsels. Der Fruchtzucker (Fruktose) kann nicht oder nicht in ausreichender Menge abgebaut werden. Wichtigste Symptome: Bauchschmerzen, Blähungen (häufig übelriechend), breiiger Stuhl (häufig übelriechend), Durchfall (zum Teil wässrig), Reizdarm- oder Reizmagensyndrom, Depression, Angstzustände

Gliadin: Klebereiweiß in Gluten-haltigem Getreide

Gluten: Oberbegriff für „Klebereiweiß“, das in Weizen, Roggen, Gerste und Hafer vorkommt.

Histamin-Intoleranz: Histamin-Unverträglichkeit. Das mit der Nahrung aufgenommene Histamin kann durch eine fehlende oder verringerte Aktivität des Histamin-abbauenden Enzyms Diaminooxidase (DAO) nicht mehr abgebaut werden. Wichtigste Symptome: Migräne, Kopfschmerzen, Schwindel, Magen-Darm-Probleme, Herzjagen, Herzrhythmusstörungen, niedriger Blutdruck, Regelschmerzen, Schnupfen, trockene Nase, Asthma, Depressionen, Hautjucken, Hautrötungen.

IgE: Immunglobulin E, eine spezielle Klasse von Antikörpern, die bei Sofort-Allergien eine Rolle spielen

IgG: Immunglobulin G, eine spezielle Klasse von Antikörpern, die bei verzögerten Nahrungsmittel-Allergien eine Rolle spielen

Immunglobulin: Eiweiße, die fremde Eiweiße an sich binden, damit unschädlich machen und der Zerstörung durch das Immunsystem zuführen. Man unterscheidet folgende Klassen: IgG, IgM, IgA, IgD und IgE. IgG und IgE können in einem Bluttest nachgewiesen werden und weisen auf eine Sofort-Allergie (IgE) oder Verzögerte Allergie (IgG) hin.

Immunkomplex: Zusammenschluss eines Antigens mit einem Antikörper, der durch das Komplementsystem vernichtet wird

Laktose-Intoleranz: Milchzucker-Unverträglichkeit als Folge von fehlender oder verminderter Produktion des Enzyms Laktase, welches Milchzucker spaltet und so verdaulich macht. Wichtigste Symptome: Bauchschmerzen, Blähungen, Koliken, Völlegefühl, Übelkeit oder Durchfälle.

Nahrungsmittelallergie: Durch das Immunsystem vermittelte Reaktion gegen Nahrungsmittel, die normalerweise harmlos sind

Nahrungsmittelunverträglichkeit: Alle Reaktionen, die nach dem Verzehr von Nahrungsmitteln zu Beschwerden führen

Psoriasis: Schuppenflechte

Verzögerte Nahrungsmittelallergie: Typ III-Allergie, IgG-vermittelt. Nahrungsmittel führen zu einer verzögerten Immunreaktion, die nach Stunden bis Tagen Beschwerden hervorruft.

Zöliakie: Chronische Erkrankung des Dünndarms, die durch eine Unverträglichkeit gegenüber Gluten zustande kommt. Wichtigste Symptome: Durchfall, Blähbauch, Gewichtsverlust und Übelkeit.

 

   
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